Feedback, Feedback, Feedback

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Redet miteinander! Regelmäßiges Feedback ist ein entscheidendes Element für den Erfolg von agilen Organisationen und agilen Projekten. Besonders, wenn wir uns in der Softwareentwicklung befinden. Die durch Agilität bedingte Flexibilität, kann nur zu positiven Effekten führen, wenn hieraus Mehrwerte und kein Chaos generiert werden. Grundlage hierfür ist die Kommunikation in Form von Feedback an unterschiedlichsten Stellen des Geschäfts- oder Entwicklungsprozesses. Schließlich sollen die Räder ineinandergreifen. Doch insbesondere bei cross-funktionalen und teilweise auch dezentralen Teams, stellt dies eine Herausforderung dar, die bewältigt werden will.

Mangelnde Kommunikation führt zu Missverständnissen, Doppelarbeiten oder zu Aufgaben, die nicht abgearbeitet werden. Hieraus entstehen wiederum negative Emotionen, aus denen Konflikte resultieren können. Diese stellen ihrerseits eine Gefahr für den Erfolg des cross-funktionalen Gedankens dar. Um dies zu verhindern, gilt es daher ein angemessenes Kommunikationskonzept zu entwickeln. Und das Schlagwort ist hierbei „angemessen“. Ausschweifende Diskussionen und endlose Meetings sind das andere Extrem, welches es zu vermeiden gilt. Wichtig ist, dass die richtigen Informationen, zur richtigen Zeit, über den richtigen Kanal, bei dem richtigen Empfänger landen.

Beispielsweise haben viele nach dem Scrum-Framework aufgestellte Entwickler-Teams aus diesem Gedanken heraus das Daily-Stand Up als Best Practice etabliert. Ein kurzes (ca. 15 Minuten) Meeting, bei dem jedes Team-Mitglied die eigene Aufgabenplanung für den Tag vorstellt. Insbesondere liegt der Fokus hierbei auf Themen, bei denen es Probleme zu besprechen gilt oder die Auswirkungen auf die Tätigkeiten anderer Teammitglieder haben. Kombiniert wird dieses in der Regel mit einem Sprint-Planning-Meeting, einem etwas längerem Meeting, vor jedem Sprint, bei dem die umzusetzenden Anforderungen für die kommenden Wochen geplant werden. Des Weiteren gibt es nach einem jeden Sprint ein Sprint-Retrospective-Meeting, bei dem Optimierungspotenziale identifiziert und Verbesserungsmaßnahmen angestoßen werden.

Regelmeetings, ob physisch oder virtuell, sind ein wichtiges Element in Feedbackschleifen. Mit Hilfe einer klaren Struktur und mit einem klaren Commitment zu gemeinsam vereinbarten Regeln lassen sich dort Lösungsansätze vorstellen, Konflikte klären und Pläne entwickeln. Die Intervalle sollten hierbei entsprechend der Rahmenbedingungen im Projekt oder der Organisation gewählt werden. Ebenso sollte der Teilnehmerkreis themenorientiert und zweckmäßig zusammengestellt sein.

Doch mindestens genauso wichtig, wie die Regelmeetings selbst, sind die Ergebnisse, die durch diese Meetings realisiert werden sollen. So sollen sie nicht nur dem Informationsaustausch dienen, sondern viel mehr in konkrete Maßnahmen münden. Einerseits zur Weiterentwicklung oder Korrektur der im Geschäfts- oder Entwicklungsprozess befindlichen Produkte und andererseits zur Optimierung der Arbeitsabläufe und Arbeitsweise.

Letzten Endes muss durch ein tragfähiges Kommunikationskonzept sichergestellt werden, dass Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und korrigiert werden, aber auch Effektivität und Effizienz gefördert werden.

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