Apple überrascht! | SOLVVision GmbH

Apple überrascht!

Am 30.07.2019 sind die Quartalszahlen für das Q3 (Geschäftsjahr von November bis Oktober) von Apple veröffentlicht worden. Diese lesen sich erstaunlich positiv, trotz eines Rückgangs der iPhone-Erlöse um 12 Prozent.

Zu Beginn des Jahres haben wir in einem Artikel bereits von der Disruption des Smartphone-Marktes berichtet. Huawei und Samsung drohen Apple im Smartphone-Markt, mit günstigeren und dennoch hochwertigen Geräten, den Rang abzulaufen. Wie dieses Rennen ausgeht, lässt sich natürlich nach einem halben Jahr nicht sagen, aber der Trend geht zumindest in diese Richtung. Doch Apple hat reagiert, das zeigen nicht zuletzt die positiven Quartalszahlen. Apple ist sich offensichtlich seit geraumer Zeit diesem Risiko bewusst und hat die Abhängigkeit vom iPhone reduziert. Auch wenn es nach wie vor mit einem Anteil von 48 Prozent am gesamten Geschäft des Konzerns das wichtigste Apple-Produkt ist, so hat der Anteil im Vergleich zu den Vorjahren erheblich abgenommen (oftmals über 60 Prozent).

Doch wie ist dieser Wandel zu erklären? Apple hat Stück für Stück begonnen, seine Produktpalette auszubauen und das trägt langsam Früchte. Diese Produktpalette reicht nun von Geräten, wie der Apple Watch und der AirPods bis hin zu einem weitreichenden Portfolio an Online-Diensten. Gerade die Sparte der Online-Dienste mit Services wie Apple Music, Apple Pay oder iCloud-Speicherplatz weist ein erhebliches Umsatzwachstum auf. Einerseits bricht Apple hierdurch mit der Tradition des Geräte-Verkaufs, andererseits dringt Apple in einen riesigen Markt ein. Letzten Endes ein logischer Schritt, schließlich bietet Apple Online-Dienste schon seit geraumer Zeit an, um die Geräte attraktiver zu machen. Als ernstzunehmender Geschäftszweig und nicht nur als Add-on für den Geräte-Verkauf ist diese Sparte jedoch erst seit wenigen Jahren zu betrachten.

Anhand dieses Beispiels zeigt sich, was Agilität auf verschiedenen Ebenen ausmachen kann. Während wir uns im letzten Artikel mit der Optimierung der „Werkbank“ beschäftigt haben, also der Frage, wie kann ich die Arbeitsweise von mir und meinen Kollegen operativ möglichst effizient gestalten, bewegen wir uns in diesem Artikel auf einer anderen Ebene – der strategischen Ebene. Auch auf dieser Ebene muss agil gearbeitet werden. Stets müssen die Fühler ausgestreckt und kleinste Veränderungen im Markt erkannt werden. Gerade wenn es sich um das Konsumentenverhalten handelt. Geschmäcker sind nicht nur verschieden, sie sind auch permanenten Veränderungen unterworfen. Während Flugreisen beispielsweise bis vor wenigen Jahren als selbstverständlich galten und nicht hinterfragt wurden, müssen sich Bundesbehörden nun angesichts des Klimawandels dafür rechtfertigen, dass ihre Mitarbeiter regelmäßig fliegen.

Daher ist es für den Fortbestand eines Unternehmens von essenzieller Bedeutung, dass auf der strategischen Ebene gute agile Arbeit geleistet wird!

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