Treiber der Agilität

Treiber der Agilität

Außerhalb der Tech-Industrie werden heute mehr Software-Entwickler eingestellt als innerhalb der Branche. – Satya Nadella (Vorstandschef Microsoft) auf der Microsoft Hausmesse “Build” in Seattle.

Mit dieser Aussage weist Herr Nadella auf einen Trend hin, der durch Cloud-Computing und Internet of Things ausgelöst wurde. Immer mehr Unternehmen und Fachbereiche digitalisieren ihr Geschäftsmodelle und reagieren so auf den Markt und die Kunden. Digitale Kompetenzen werden verstärkt im Business selbst und nicht mehr “nur” in den IT-Abteilungen benötigt. Lediglich der Betrieb der entwickelten Lösungen selbst wandert immer weiter in die Cloud.

Doch nicht nur diese Erkenntnis ist es, die Microsoft zum Treiber für Agilität macht. Vielmehr hat Microsoft selbst sein Geschäftsmodell komplett gedreht und das angestaubte Image größtenteils abgelegt. Die einst übermächtige Windows-Sparte, die Milliarden von Anwendern manchmal nah an die Verzweiflung trieb, existiert so in der heutigen Form nicht mehr. Sie ist aufgelöst und in mehrere Bereiche aufgeteilt. Aber nicht nur das, auch das Software-Geschäft hat sich komplett gewandelt. Die Software-Lösung Office wird heute als Office365 in der Cloud angeboten und ist durch die Ergänzung von Kollaborationswerkzeugen zu einer Kollaborationsplattform weiterentwickelt worden, die agiles und dezentrales Arbeiten unterstützt. So ist beispielsweise die Applikation “SharePoint” mit dem Paket verwoben und bietet einen File-Server, auf dem internationale Teams gemeinsam arbeiten können.

Auch eingeschränkte Zugriffe für Kunden können eingerichtet werden, so dass sogar eine unternehmensübergreifende Kommunikation unterstützt wird. Aber auch durch die integrierte Videotelefonie-Applikation “Skype for Business” wird eine dezentrale Zusammenarbeit von Teams unterstützt. In Skype-Konferenzen lassen sich Bildschirme freigeben und Präsentationen übertragen. Auch Gesichter, Gestiken und Mimik lassen sich durch die optionale Videofunktion erkennen.

Doch getoppt werden diese Hilfsmittel zur Kollaboration durch die neu eingeführte Applikation “Teams”. Teams stellt eine zentrale Anwendung dar, in welche die weiteren Kollaborations-Werkzeuge, wie Skype for Business, SharePoint und auch teile der Outlook-Funktionalität integriert sind. Des Weiteren unterstützt Teams die Einbindung von weiteren Kollaborations-Werkzeugen und Methoden. So lässt sich beispielsweise mit wenigen Klicks ein Kanban-Board erstellen, aber auch Projektpläne, Delivery-Pipelines und weitere Werkzeuge sind problemlos zu integrieren.

Diesen Artikel sollten Sie nicht als Werbung für Microsoft verstehen. Microsoft ist sicherlich nicht der einzige Anbieter auf diesem Gebiet. Jedoch stellt dieser Wandel des Geschäftsmodells, welcher hier nur an der Oberfläche kratzend dargestellt wurde, aus zweierlei Gründen eine Erfolgsgeschichte dar: Einerseits hat es Microsoft geschafft, die Bedürfnisse des Marktes richtig zu deuten und sich kundenorientiert weiterzuentwickeln. Des Weiteren ermöglicht es Microsoft, durch die Disruption des eigenen Geschäftsmodells, weiteren Unternehmen agile Geschäftsmodelle aufzubauen und weiterzuentwickeln.

Fakt ist, Agilität ist unweigerlich mit der Digitalisierung verbunden. Wie im Eingangszitat beschrieben, verschiebt bzw. ergänzt sich die Entwicklungskompetenz aus der IT heraus in die Fachbereiche und somit ins Business hinein. Durch diese Entwicklung wird eine standort- und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit unabdingbar. Doch wer von diesem Trend profitieren will, muss die Herausforderungen der dezentralen Zusammenarbeit meistern. Anders ausgedrückt, wer dezentral erfolgreich sein will, muss kollaborieren können. Und wer kollaborieren will, der benötigt geeignete Kollaborationswerkzeuge.

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